Meininger Schwimmverein gemeinsam mit Genobank beim Landesentscheid in München Meiningen/München. Dass ein Thüringer Verein zu einem Landesentscheid in die bayerische Landeshauptstadt München eingeladen wird, ist schon etwas Besonderes. Dass dieser Thüringer Verein in Bayern, welches mit 12.000 Sportvereinen eine hohe Vereinsdichte aufweist, einen beachtlichen vierten Platz bei den silbernen Sternen des Sports erreicht, hat man sich so nicht träumen lassen. Dem Meininger Schwimmverein „Wasserfreunde“ ist dieses Kunststück gelungen. Bei der Verleihung des großen Stern des Sports in Silber, gab man sich nur knapp den drei bestplatzierten Sportvereinen geschlagen.
Das Konzept des Meininger 24-Stunden-Schwimmens hat in München mächtig für Aufsehen gesorgt. Als man sich Mitte des vergangenen Jahres bei der Genobank Rhön-Grabfeld um den Stern des Sports in Bronze bewarb, konnten die Verantwortlichen des Meininger Schwimmvereins noch nicht erahnen welches Potenzial in der Bewerbung steckt. Doch schon bei der regionalen Auszeichnung der Sterne des Sports in Bronze (wir berichteten) wurde die Jury von dem rundum gelungenen Konzept des 24-Stunden-Schwimmens überzeugt. So konnten die Wasserfreunde im November 2009 den großen Stern des Sports in Bronze aus den Händen des Genobank-Vorstandes Markus Merz entgegen nehmen. Gleichzeitig hatten sie damit das Ticket für den Landesentscheid in Bayern gelöst, da für den Landesentscheid die Verbandszugehörigkeit der Genobank Ausschlag gebend ist. „Realistisch betrachtet, waren unsere Chancen, als Thüringer Verein hier in München im bayerischen Landesfinale ganz vorne zu landen und dann für Bayern zum Bundesfinale nach Berlin zu fahren, sehr gering. Aber auf dieses Wunder gehofft, hatten wir schon.“, so Michael Brenz, der als Vereinsvorsitzender und Cheforganisator des 24-Stunden-Schwimmens die Meininger Abordnung anführte. Brenz weiter: „Enttäuscht über unsere Platzierung sind wir dennoch nicht. Im Gegenteil: Wir haben unter etlichen bayerischen Bewerbern einen hervorragenden vierten Platz erreicht und mit der Genobank Rhön-Grabfeld einen engagierten Unterstützer des lokalen Breitensportes gefunden. Dafür sind wir sehr dankbar.“
Mit den „Sternen des Sports“ werden seit 2004 Sportvereine für ihr gesellschaftliches Wirken vom Deutschen Olympischen Sportbund und den Volksbanken Raiffeisenbanken geehrt. Bei dieser Auszeichnung geht es nicht um die Anerkennung von Spitzenleistungen sondern mehr um die Würdigung von kreativen und innovativen Maßnahmen im Bereich des Breitensports. Den Stern des Sports in Bronze gibt es auf regionaler Ebene. Die regionalen Sieger werden einer Landesjury vorgestellt, die wiederum den Stern des Sports in Silber verleiht. Erst als Inhaber eines silbernen Sternes ist man dann für das Bundesfinale in Berlin qualifiziert. Dass der Stern des Sports auch in der Politik einen hohen Stellenwert genießt, zeigt die Tatsache dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Horst Köhler die Auszeichnung des Bundessiegers persönlich vornehmen.
In diesem Jahr können sich die Sportvereine in der Region auf ein Neues für die Sterne des Sports bewerben. Es werden im Jahr 2010 von der Genobank Rhön-Grabfeld sogar zwei bronzene Sterne des Sports vergeben. So wird sichergestellt, dass ein Verein im thüringischen und ein Verein im bayerischen Geschäftsgebiet der Genossenschaftsbank die Auszeichnung erhält und in das jeweilige Landesfinale einziehen kann. Der Bewerbungszeitraum startet am 19. April 2010. Nähere Informationen, wie man an die hochdotierten Sterne des Sports gelangt, gibt es ab Mitte April unter www.genobank-rhoen-grabfeld.de.
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